Was der aktuelle SCHUFA-Score einordnet
Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine private Wirtschaftsauskunftei, die Daten zu Kreditverhalten und Zahlungshistorie von Verbraucherinnen und Verbrauchern sammelt und auswertet. Der aktuelle Score wird in Punkten von 100 bis 999 dargestellt und anhand von zwölf Kriterien erklärt. Eine höhere Punktzahl steht für eine bessere statistische Einschätzung.
Zu den veröffentlichten Kriterien gehören unter anderem:
- Alter und Anzahl bestimmter Bankprodukte
- Kreditstatus, Restlaufzeit und störungsfrei beendete Ratenkredite
- Zahlungsstörungen und Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen
- bestimmte Adressdaten und die bisherige Dauer einer Geschäftsbeziehung
Die SCHUFA kennt nach eigener Darstellung beispielsweise Ihr Einkommen und Vermögen nicht. Kreditgeber erheben solche Angaben selbst und treffen ihre Entscheidung nicht allein anhand des SCHUFA-Scores.
Wichtiger Hinweis
Die SCHUFA ist kein staatliches Register. Ihre Prüfen Sie die zu Ihrer Person gespeicherten Informationen mit der kostenlosen Datenkopie. Wenn Angaben falsch oder veraltet sind, verlangen Sie mit geeigneten Nachweisen eine Berichtigung.
Welche SCHUFA-Meldungen eine Umschuldung auslösen kann
Anfrage vor dem Angebot
Eine Anfrage von Kreditkonditionen hat nach Angaben der SCHUFA keinen Einfluss auf den Score. Verlassen Sie sich nicht auf eine pauschale Werbeaussage, sondern prüfen Sie die benannte Anfrageart in der konkreten Strecke.
Neuer Kredit und erledigte Altverträge
Der neue Ratenkredit wird gemeldet. Nach der Ablösung sollten die bisherigen Verträge als störungsfrei beendet beziehungsweise erledigt erscheinen. Beide Informationen können in die Scoreberechnung einfließen.
Ergebnis bleibt individuell
Aus weniger laufenden Verträgen folgt keine garantierte Verbesserung. Die SCHUFA kombiniert mehrere Kriterien, und die Bank ergänzt ihre eigene Haushalts- und Kreditwürdigkeitsprüfung.
Was können Sie konkret tun?
- Datenkopie anfordern: Bestellen Sie die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO bei der SCHUFA und prüfen Sie Einträge sowie Anfragen auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
- Alle Einträge prüfen: Sind alle Angaben korrekt? Sind erledigte Kredite als „erledigt" markiert? Offene Einträge für bereits bezahlte Forderungen sind ein häufiger Fehler.
- Fehler widersprechen: Falsche Einträge schriftlich bei der SCHUFA anfechten. Legen Sie Belege bei (z.B. Zahlungsbeleg, Erledigungsbestätigung).
- Nur aus wirtschaftlichem Grund umschulden: Vergleichen Sie verbleibende Kosten, Ablösegebühren, neuen Gesamtbetrag und Laufzeit. Nehmen Sie keinen Kredit allein wegen einer erhofften Score-Änderung auf.
- Nicht benötigte Verträge bewusst prüfen: Laufende Konten, Karten und Kredite können Kriterien des Scores betreffen. Kündigen Sie jedoch nicht pauschal, sondern nur wenn der Vertrag entbehrlich ist.
- Anfrageart kontrollieren: Eine Konditionsanfrage hat laut SCHUFA keinen Scoreeinfluss. Welche Anfrage in einer Partnerstrecke tatsächlich erfolgt, muss dort klar benannt sein.
Wichtig: Konditionsanfrage vs. Kreditanfrage
Eine Anfrage von Kreditkonditionen beeinflusst den Score nach Angaben der SCHUFA nicht und wird nach zwölf Monaten automatisch gelöscht. Nach Anzeige in der Datenkopie können Sie die frühere Löschung dieser Anfrage verlangen. Für den weiteren Kreditantrag können andere Meldungen erforderlich sein.
SCHUFA-Löschfristen – wann verschwinden Einträge?
Nicht alle Informationen werden gleich lange gespeichert. Maßgeblich sind Datenart, Erledigungsstatus und die jeweils geltenden Regeln: