Was ist eine Ablösebescheinigung?
Die Ablösebescheinigung (auch: Ablösebestätigung, Ablösungsauskunft oder Tilgungsauskunft) ist ein offizielles Dokument Ihrer Bank, das den genauen Betrag ausweist, den Sie zahlen müssen, um Ihren Kredit zu einem bestimmten Stichtag vollständig zurückzuzahlen.
Sie enthält alle relevanten Positionen auf einen Blick:
- Restschuld – das noch ausstehende Kapital
- Aufgelaufene Zinsen – vom letzten Zahlungseingang bis zum Ablösetermin
- Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) – falls sie anfällt, mit Betrag und Berechnung
- Gesamtablösesumme – die Summe aller oben genannten Positionen
- Zahlungsfrist – bis wann der Betrag eingehen muss, damit er gilt
- Bankverbindung – IBAN und BIC für die Überweisung
Bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen regelt § 493 Absatz 5 BGB ausdrücklich, welche Informationen der Kreditgeber bei angekündigter vorzeitiger Rückzahlung bereitstellen muss. Für andere Kreditarten sollten Sie Vertrag, Preisverzeichnis und den vorgesehenen Serviceweg prüfen. § 491a BGB betrifft vorvertragliche Informationen und ist keine allgemeine Grundlage für eine kostenlose Ablösebescheinigung während jedes Vertrags.
Wie fordern Sie die Ablösebescheinigung an?
Fordern Sie die Ablöseauskunft über einen nachweisbaren und vom Kreditgeber vorgesehenen Kanal an. Dafür können Sie ein schriftliches Ablöseschreiben, das Sie an Ihre Bank senden. In diesem Schreiben geben Sie Ihren gewünschten Ablösetermin (Stichtag) an – die Bank berechnet daraufhin alle Beträge exakt für diesen Tag und schickt Ihnen die Ablösebescheinigung zurück.
- Nachweisbaren Kanal verwenden – zum Beispiel sicheres Online-Postfach, Formular oder Postweg
- Bearbeitungszeit erfragen: Pauschale Fristen sind ohne konkrete Vertrags- oder Anbietergrundlage nicht belastbar
- Puffer einplanen: Abstimmung, Bankbearbeitung und Zahlungsweg müssen vor dem gewünschten Stichtag abgeschlossen sein
Was enthält eine Ablösebescheinigung — Checkliste
Prüfen Sie nach Erhalt, ob alle folgenden Angaben enthalten und plausibel sind: